Biodiversität Evolution
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Biodiversität - Argument gegen Evolution

Die  Arbeitsteilung  und  gegenseitige  Abhängigkeit  einer Vielzahl der Pflanzen- und Tierarten in einem Ökosystem (Biodiversität)  widerspricht  der  Vorstellung  einer  schrittweisen Entstehung.

Unter Biodiversität versteht man die Vielfalt der Pflanzen und Tierarten, die Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt von Ökosystemen. Ebenso wie der menschliche Körper von der Arbeitsteilung einer Vielzahl von Zellen und Organen abhängig ist, ist auch ein Ökosystem von der Aufteilung der Arbeit durch Biodiversität abhängig.

Aus diesem Grund ist das Szenario einer allmählichen Evolution, die mit einer einzelnen Zelle begonnen haben soll, wirklichkeitsfremd. Es ist denkbar, dass die Ökosysteme, in denen wir heute leben, in sehr kurzer Zeit – womöglich innerhalb von wenigen Tagen – zusammengestellt werden mussten.

In den vergangenen Jahren wurde auf dem Gebiet der Biodiversität viel diskutiert und geforscht. Dabei konzentrierte man sich im Allgemeinen auf die Rettung und Erhaltung der Ökosysteme. Das führte zu einem völlig neuen Verständnis und zu neuen Methoden, um gefährdete Arten zu schützen. Statt zu versuchen, einzelne Arten zu retten, schützt man die ganzen Ökosysteme, in denen sie vorkommen. Damit schützt man gleichzeitig weitere Arten, die nicht so stark bedroht sind. Der kollektive ökologische Dienst, der durch die verschiedenen füreinander arbeitenden Arten geleistet wird, sorgt dafür, dass unser Planet sauber und für das Leben geeignet bleibt.

Die Biologin Yvonne Baskin schreibt, dass »das verschwenderische Aufgebot von Organismen, das wir ›Biodiversität‹ nennen, ein kompliziert verbundenes Gewebe von lebenden Dingen ist, deren Tätigkeiten harmonisch ineinandergreifen, um die Erde zu einem einzigartigen bewohnbaren Planeten zu machen« (1).

Zweifellos ist es unmöglich, eine vollständige Liste aller ökologischen Zusammenhänge zu erstellen. Die offensichtlichsten sind die Nahrungsketten und der Haushalt von Sauerstoff und Kohlendioxid durch Pflanzen und Tiere. Viele abbauende Organismen machen den Erdboden fruchtbar. Andere Dienste der Biodiversität reinigen das Wasser, reinigen giftige Substanzen, mäßigen das Klima, bestäuben die Blumen usw.

Um Biodiversität zu erforschen, wurden verschiedene Experimente gemacht. Dabei hat sich herausgestellt, dass hoch diversifizierte Gemeinschaften stabiler, produktiver und stressresistenter sind (2) (3) (4). Sie haben eine höhere Bodenfruchtbarkeit und sind generell in einem besseren Zustand.

Redundante Systeme

Ein interessantes Phänomen der Ökosysteme ist die Redundanz, die mehrfache Absicherung, einzelner Dienste. Das bedeutet, dass ein Dienst, der von einer Art geleistet wird, auch von einer anderen Art übernommen werden kann. Aus diesem Grund hat man vermutet, dass verschiedene Redundanzen bestimmte Arten überflüssig machen (5). Weil jedoch alle Pflanzen generell sowohl zur Bodenfruchtbarkeit als auch zur Produktivität beitragen, ist es schwierig zu beurteilen, ob man allein aufgrund einzelner Studien über das Fehlen einer Art entscheiden kann. Was ist, wenn ebendiese Art auch noch andere Dienste leistet? In den vergangenen Jahren haben sich die Ökologen davon abgewandt, von der Überflüssigkeit einer Art zu sprechen, ja, sie neigen sogar dazu, auch das Wort »redundant « nicht mehr zu verwenden (6).

Soviel wir heute über Biodiversität wissen, scheint es kaum möglich zu sein, dass die Ökosysteme oder sogar das Leben selbst ohne Biodiversität mit ihren ökochemischen und ökophysikalischen Diensten existieren könnten. Es scheint, dass diverse Dienste und die Organismen, die sie bieten, schon von Anfang an beisammen sein mussten – sie bilden ein großes, »nicht ungestraft reduzibles« komplexes System.

Koevolution zur Erklärung von Ökologie

Solange Ökologie nur eine lose Sammlung von Organismen ohne bindende Beziehungen zu sein schien, konnte man sich vorstellen, dass sie durch allmähliche, richtungslose Prozesse aufgebaut wurde. Nun aber, nachdem immer mehr von der unglaublich komplex vernetzten Biodiversität bekannt wird, sehen sich die Befürworter der Evolutionstheorie in einem ähnlichen Dilemma wie damals, als die komplizierten Strukturen der Zellen entdeckt wurden. Weil die Ökologie auf so viel darunterliegender Multi- Spezies-Komplexität aufgebaut ist, stellt die Erklärung ihrer Entwicklung durch zufällige Ereignisse geradezu schmerzhafte Anforderungen an unsere Glaubensbereitschaft.

Um diesem Dilemma zu entgehen, wird heute oft von Koevolution gesprochen, wenn man erklären will, wie Ökologie zustande kam. Koevolution wird als »gemeinsame Evolution von zwei oder mehr Arten« definiert, die »nicht kreuzbar sind und die eine nahe ökologische Beziehung haben« (7). Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die ökologische Beziehung der Koevolution vorangeht. Darum kann Koevolution nicht die Antwort auf die Frage nach der Entstehung der Ökologie sein!

Der Biologe Henry Zuill schreibt, dass er kein Problem damit habe, dass zwei Arten ihre bestehende ökologische Beziehung aufeinander abstimmen: »Hingegen habe ich ein Problem mit der Behauptung, dass die ökologischen Dienste durch Koevolution entstanden seien. Das ist etwas ganz anderes. Wie ist es möglich, dass mehrere Organismen früher einmal unabhängig voneinander gelebt haben, während sie heute aufeinander angewiesen sind?«

Weiter schreibt Zuill: »Es scheint, dass erst das Leben auf der Erde anderes Leben auf der Erde möglich macht. Das heißt, dass das Leben auf der Erde es anderem Leben ermöglicht, auf der Erde zu bleiben. Wenn das stimmt, gibt es keine Möglichkeit für eine gradualistische Entfaltung der Ökologie« (8).

Referenzen

(1) Yvonne Baskin, The Work of Nature: How the Diversity of Life Sustains Us, Island Press, Washington D.C., 1997.

(2) J.J. Ewel et al., Tropical soil fertility changes under monoculture and successional communities of different structure, Ecological Applications 1(3), 1991, S. 289-302.

(3) Shahid Naeem, Lindsey J. Thompson, Sharon P. Lawler, John H. Lawton und Richard M. Woodfin, Declining biodiversity can alter the performance of ecosystems, Nature 368, 21. April 1994, S. 734-737.

(4) David Tilman, Biodiversity: Populations and Stability, Ecology, Bd. 77, 1996, S. 350-363.

(5) B.H. Walker, Biodiversity and Ecological Redundancy, Conservation Biology, 1992, S. 8-23.

(6) Ref. (1), S. 20.

(7) Robert Leo Smith, Elements of Ecology, 3. Auflage, Harper Collins, S. G-3.

(8) Henry Zuill hat in Die Akte Genesis von John F. Ashton (Hg.), Schwengeler Verlag, 1999, einen Beitrag zum Thema Biodiversität geschrieben, der dieser These zugrunde liegt.

Quelle: 95 Thesen gegen die Evolution - Wissenschaftliche Kritik am naturalistischen Weltbild - CLV e.V. Bielefeld
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